31.01.2011

Spielmannszug Flachsmeer besucht Musikschau der Nationen

von Ernst-Ingo Lind in Allgemein

Der Spielmannszug Flachsmeer besuchte am Sonnabend die Musikschau der Nationen in Bremen. Für die Veranstaltungen 2010 und 2011 hat der Verein die Tätigkeit als Musikschau-Botschafter übernommen.

15 Musiker und zwei Gäste des Westoverledinger Spielmannszuges machten sich auf de Weg in die Bremen-Arena. Auf der Tribüne 3 der Veranstaltungshalle hatte man beste Sicht auf die Präsentationsfläche. Mit dem Blick auf die Kulisse des Bremer Rathauses, durch dessen Tor die Teilnehmenden Musikzüge einmarschierten bot sich ein beeindruckendes Bild. Zu sehen waren unter anderem die Trachtenkapelle Lebring St. Margarethen aus Österreich, das Repräsentationsorchester der serbischen Garde oder die Tanzgruppe DUNA aus Ungarn. Kritisch sahen die Flachsmeerer Spielleute den Auftritt der US-Army Band Europe. Die Musik war mit zu viel Technik ausgestattet. So trat die Army mit Keyboards und E-Gitarren auf.

Beeindruckend waren die Auftritte des Repräsentationsorchesters des Grenzschutzes der Republik Polen, des Trompeterkorps der Niederländischen Feldjäger und des Luftwaffenmusikkorps II aus Karlsruhe. Ein bleibendes Erlebnis war der Auftritt der Singapore Armed Forces Band. Diese Musiker haben eine phantastische Show aus Musik und Bewegung zusammen gestellt. Im Verlauf dieser Show boten die Asiaten auch gesungenes deutsches Liedgut: „Sah ein Knab ein Röslein stehn“ wurde in bestem Deutsch vorgetragen. Ein Raunen ging durch die mit ca. 4000 Zuschauern besetzte Halle.

Das Regimento Immemorial Rey No. 1 aus Madrid zeigte sich dem Bremer Publikum bevor es in den nächsten Tagen beim Empfang von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Spanien eingesetzt wird.

Nach der Show auf der Bühne waren die Mitglieder des Spielmannszuges eingeladen, die After-Show-Party zu besuchen. Hier wurde ohne jede Probe ungezwungen Musik gemacht. Dabei handelte es sich nicht um reine Musik sondern um Stimmung die Überwältigend war. Die Menschen aus den verschiedenen Nationen, die Teilweise sprachlich nicht auf einen Nenner kamen feierten ausgelassen miteinander. Jeder tanzte mit jedem, eine bunte Polonaise zog durch den Saal und „wir bekamen den Mund vor Staunen nicht mehr zu“, beschreibt Ingo Lind das Geschehen. Tambourmajorin Jutta Beening bemerkte, „im nächsten Jahr fahren wir drei Stunden später und besuchen nur die After-Show Party“.


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